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Trockenfallen im WattenmeerMöveSchülerfahrt

Gezeitenlandschaft Wattenmeer

Das Wattenmeer ist vor ungefähr 6000 Jahren entstanden. Durch die Bewegung der Nordseewellen bildete sich etwa 10 km nördlich der heutigen Watteninseln eine Sandbank. Da der Meeresspiegel stieg, wurde die Sandbank stetig in Richtung des Festlandes verschoben. Vor ca. 2000 Jahren hatte sie die Höhe der Inselkette erreicht, die wir als die niederländischen Watteninseln kennen.
Das heutige Bild des Wattenmeeres und der Inseln ist jedoch auch durch den Grafik VögelMenschen geformt: Entwässerung, Abbrennen der Veengebiete und Deichbau sind nur einige der Vorgänge, die zur künstlichen Veränderung beigetragen haben. Die regelmäßigen horizontalen Ebbe- und Flutstömungen mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 3½ bis 5½ km/h unterscheiden sich von den Meeresströmungen, die durch Unterschiede des Wassers in Temperatur- und Salzgehalt oder der Windrichtung verursacht werden. Auch ist das Wasser des Wattenmeeres salzhaltiger als das des offenen Meeres, da die Verdunstungsrate in den bei Ebbe flachen Prielen höher ist.

Das Küstengebiet an der Grenzregion zwischen europäischem Festland und der Nordsee, das sich zwischen Den Helder und Esbjerg (Dänemark) erstreckt, ist einmalig auf der Erde. Die extremen Bedingungen haben zu außergewöhnlichen Anpassungserscheinungen der Flora und Fauna geführt.
Das Wattenmeer fällt zweimal innerhalb 24 Stunden und 50 Minuten trocken und steht zweimal wieder unter Wasser. Bei Ebbe wird das Leben im Meeresboden und in den Prielen sichtbar: Fische, Muscheln, Krebse, Garnelen und Seesterne finden hier einen nährstoffreichen Lebensraum vor.
Grafik QuellerDie charakteristische Oberflächenstruktur des Bodens mit tausenden der "waddenpierenhoopjes" ist das Werk der Schlickwürmer, im Niederländischen "zandeters" genannt, die zur Nahrungsaufnahme den Schlickboden aufnehmen und wieder ausstoßen.

In der Gezeitenzone, dem Bereich der Küste, in dem die Grenze zwischen Land und Wasser fließend ist, hat sich eine spezielle Vegetation entwickelt. Die Pflanzen müssen an diesem extremen Standort dem Salzwasser, abwechselnden Trockenphasen und Überflutungen sowie einer hohen Verdunstung durch den Wind widerstehen. Als Anpassungserscheinungen gegen Wasserverlust - auch durch das osmotische Gefälle zwischen dem Salzgehalt des Pflanzeninneren und -äußeren - sind eine Verdickung der Blattoberfläche, wachsartige Überzüge oder dichte Behaarung der Blätter zu beobachten. Eine Pflanze, die auf überflutetem Schlick wächst, ist zum Beispiel der Queller. Er verträgt am meisten Salz und wird deshalb gerne bei Landgewinnungsmaßnahmen ausgesät.

Die ersten Bewohner der Nordseeküste entdeckten einen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und der Höhe des Wasserspiegels. Die Anziehungskraft des Mondes auf die Erde ist zweimal so stark wie die der weiter entfernten Sonne. Die Anziehungskräfte von Sonne und Mond können sich verstärken: Wenn Sonne und Mond in einer Linie mit der Erde stehen, also bei Vollmond und Neumond, steigt das Wasser höher als gewöhnlich. Man spricht von einer Springflut. Fällt die Springflut mit starken Stürmen zusammen, kann es zu ungewöhnlich hohen Wasserständen kommen, die in der Vergangenheit oft zu Überflutungen geführt haben. Heute bieten die Deiche den Menschen und der Natur Schutz. Bei Halbmond heben sich die Anziehungskräfte zum Teil auf (Nippflut). Wie die Windkräfte können auch die Gezeitenkräfte zur Energiegewinnung genutzt werden: Das Meerwasser wird während der Flut in Sammelbecken aufgefangen, strömt bei Ebbe über Turbinen zurück und treibt so die Generatoren an.
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