Der Startpunkt dieser Radreise liegt im Nationalpark Peneda-Gerês, bevor der Weg entlang der Flüsse Minho, Lima und Douro Richtung Atlantikküste verläuft. Unterwegs zeigt sich eine Region mit reicher Seefahrtsgeschichte, historischen Befestigungen und lebendigen Traditionen. Abseits der Flusstäler wechseln sich Bergdörfer, historische Städte und charmante Landgüter ab, deren Gastgeber Reisende herzlich willkommen heißen.
Kulinarisch bietet Nordportugal eine große Vielfalt: In den Bergen erwarten kräftige Gerichte, an der Küste dominieren fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte – ideal begleitet von aromatischem Vinho Verde. Den besonderen Reiz machen zudem die Begegnungen mit Einheimischen aus: Fischer, Bauern oder die Ladenbesitzerin im Dorf teilen gerne Geschichten aus ihrem Alltag.
Die beste Reisezeit liegt zwischen März und November.
Highlights dieser Radreise in Nordportugal
- Radwege entlang der Flüsse Minho, Lima und Douro
- Nationalpark Peneda-Gerês mit einzigartiger Tierwelt
- Authentische Unterkünfte auf Landgütern und Herrenhäusern
- Traditionelle Bergdörfer und historische Städte
- Fangfrischer Fisch, Meeresfrüchte und Vinho Verde
- Weinberge, Weinverkostungen und regionale Spezialitäten
- Ursprüngliche Fischerdörfer mit lebendigen Traditionen
- Barcelos – Kunsthandwerk und Keramik
- Küstenetappen mit goldenen Sandstränden
- Porto – UNESCO-Welterbe und Portwein-Stadt
- Flughafentransfers inklusive
Routenverlauf Radreise in Nordportugal
Tag 1: Porto – Castro Laboreiro
Ahnenreiches Bergdorf im Nationalpark Peneda-Gerês
Transfer (ca. 14:00 Uhr) per Wagen vom Flughafen Porto nach Castro Laboreiro im Nationalpark Peneda-Gerês. Die Fahrt führt durch Weinberge, Hügel und Berge, vorbei an kleinen, verstreuten Dörfern. In dieser abgeschiedenen Region lassen sich die Hektik und der Stress des modernen Lebens schnell hinter sich. Beim Anstieg durch Pinienwälder in Richtung Serra do Laboreiro wird es zunehmend still. Das Dorf besticht durch historische Wind- und Wassermühlen sowie einige wenige traditionelle Geschäfte im Zentrum, dem Treffpunkt des Dorflebens.
Tag 2: Castro Laboreiro – Monção | Radtour 46 oder 57 km
Wiege des Alvarinho, eines der besten portugiesischen Weißweine
Die erste Etappe der Radreise bietet eine landschaftlich beeindruckende Talfahrt aus rund 1000 m Höhe über die spanische Grenze, vorbei an Granitfelsen und wenigen Bäumen. Durch die nördlichen Gebiete des Gerês Nationalparks gelangen Sie zur Gebirgskette der Serra de Peneda. Der etwa 70.000 ha große Nationalpark ist eines der letzten Refugien für Wölfe und Königsadler – mit etwas Glück begegnen Sie auch Rehen oder Wildschweinen. Unterwegs passieren Sie ruhige Dörfer mit traditionellen Gemeinschaftsöfen und espigueiros, den Maisspeichern auf Granitpfählen.
Variante 1 Level leicht: 46 km, 291 Höhenmeter
Variante 2 Level medium: 54 km, 445 Höhenmeter
Tag 3: Monção – Caminha (oder Vila Praia de Âncora) | Radtour 50 oder 59 km
Traditionelles Fischerdorf zwischen Fluss und Meer
Die Route folgt dem Fluss Minho bis zum Atlantik durch die Vinho-Verde-Weinregion. Unterwegs passieren Sie den Palácio da Brejoeira, noch immer von der Winzerfamilie bewohnt und bekannt für hochwertigen Vinho Verde. Weiter geht es vorbei an den historischen Festungsanlagen von Valença und Vila Nova de Cerveira, einst bedeutende Grenzbefestigungen zwischen Portugal und Spanien. Übernachtung wahlweise in Caminha oder Vila Praia de Âncora, einem authentischen Fischerort am Fluss und Meer.
Variante 1 Level leicht: 50 km, 313 Höhenmeter
Variante 2 Level leicht: 59 km, 347 Höhenmeter
Tag 4: Caminha (oder Vila Praia de Âncora) – Ponte de Lima | Radtour 47 oder 55 km
Der Charme einer der ältesten Städte Portugals
Die Etappe verläuft entlang der Atlantikküste durch traditionelle Fischerdörfer, die ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bewahrt haben. In Viana do Castelo, einer Stadt mit römischem Ursprung und wichtiger Rolle in der portugiesischen Entdeckungsgeschichte, lohnt ein Besuch der Praça da República. Hoch über der Stadt thront die Basilika Santa Luzia mit spektakulärem Panoramablick. Anschließend folgt die Route dem Lauf des Flusses Lima bis nach Ponte de Lima, der ältesten Stadt Portugals, berühmt für ihre römische Brücke.
Variante 1 Level leicht: 47 km, 253 Höhenmeter
Variante 2 Level leicht: 55 km, 286 Höhenmeter
Tag 5: Ponte de Lima – Barcelos | Radtour 33 km
Historische Stadt und Zentrum der populären Minho-Kunst
Eine entspannte Radtour durch Maisfelder und Weinberge erwartet Sie. Die Etappe folgt dem Jakobsweg, der seit Jahrhunderten von Pilgern genutzt wird, und führt nach Barcelos am Fluss Cávado. Das Zentrum der Keramikindustrie ist zugleich von religiöser Bedeutung. Ein Besuch der 13. Jahrhundert-Kirche lohnt sich. Jede volle Stunde erklingen die Glocken der zahlreichen Parochien, für die die Stadt bekannt ist.
Variante 1 Level leicht: 33 km, 461 Höhenmeter
Tag 6: Barcelos – Vila do Conde | Radtour 36 oder 44 km
Altstadt mit kleinem Fischereihafen und historischen Gebäuden
Die Rückkehr zum Atlantik erfolgt über eine angenehme, wenig anspruchsvolle Route, die Zeit für ein typisch portugiesisches Mittagessen lässt. Vila do Conde ist für seine Schiffbautradition bekannt; eine originalgetreue Nachbildung eines Entdeckerschiffs erinnert an diese Epoche. Das Stadtzentrum wird von eleganten Herrenhäusern und kleinen Palästen geprägt. Abends bietet die Stadt hervorragende Möglichkeiten, fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte zu genießen.
Variante 1: 36 km, 318 Höhenmeter
Variante 2: 44 km, 364 Höhenmeter
Tag 7: Vila do Conde – Porto | Radtour 40 oder 53 km
UNESCO-Welterbestadt, weltberühmt für Portwein
Die letzte Etappe verläuft über ruhige Radwege entlang der Küste, durch ein Seevogel-Reservat, vorbei an Dünen und traditionellen Fischerdörfern. Die harte Arbeit der Fischer und ihrer Familien ist hier bis heute sichtbar. Über die Mündung des Douro erreichen Sie Porto, eine der schönsten Städte Europas und weltberühmt für Portwein. Das historische Zentrum gehört zum UNESCO-Welterbe und umfasst mehr als 150 denkmalgeschützte Gebäude.
Variante 1 Level leicht: 40 km, 348 Höhenmeter
Variante 2 Level medium: 53 km, 519 Höhenmeter
Tag 8: Porto
Ende der Radreise in Nordportugal
Frühstück im Hotel und Abschluss der Radreise. Transfer zum Flughafen Porto gemäß Ihrem Flugplan.
Route vorbehaltlich, Änderungen möglich.
Schwierigkeitsgrade
Leicht: gemütliche, enspannte Radtour mit ausreichend Zeit für Zwischenstopps.
Durchschnittlich 40 km pro Tag mit wenigen Steigungen.
Medium: für Radfahrer, die etwas längere Touren gewohnt sind.
Durchschnittlich 40 bis 60 km pro Tag mit kurzen bis mittleren Steigungen.
Herausfordernd: für trainierte Radfahrer, die keine Angst vor Anstiegen haben.
Durchschnittlich 50 bis 70 km pro Tag mit langen Steigungen, gelegentlich mit steilen Hängen.